Nur die Hälfte der Deutschen leben aktuell in ihrer Wunschimmobilie
24.08.2010 -
Nur 50 Prozent der Deutschen wohnen aktuell in ihrer Wunschimmobilie. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Commerzbank AG bei TNS Infratest in Auftrag gegeben hat. Auf die Frage nach ihrer Wunschimmobilie geben 71 Prozent der Befragten ein frei stehendes Einfamilienhaus an. Tatsächlich jedoch wohnt jeder fast jeder Zweite in einer Wohnung, in den meisten Fällen (81 Prozent) zur Miete.
Der Hauptgrund für diese Diskrepanz, so die Befragten, seien die finanziellen Mittel: 69 Prozent geben an, zur Verwirklichung des Wohnwunsches fehlte schlicht das Geld. "Die meisten Interessenten wissen gar nicht, wie viel Haus sie sich tatsächlich leisten könnten. Für einen Großteil ginge die Rechnung schon bei Einsatz ihrer aktuellen Mietbelastung als Monatsrate auf", erklärt Marcus Wetzel, Immobilienexperte bei der Commerzbank. Zudem nennt die Hälfte der Befragten "unsichere Zeiten" als Grund für die eigene Kaufzurückhaltung. "Dabei kommt gerade in bewegten Marktphasen der Vorteil einer Immobilie zum Tragen. Ein Eigenheim in der richtigen Lage und mit einer entsprechenden Ausstattung kann eine gute Wertanlage darstellen", so Wetzel.
Wenn es um die Wunschimmobilie geht, mögen es die Deutschen ruhig und idyllisch. Bevorzugte Lage ist die ländliche Region (49 Prozent) oder der Stadtrand (38 Prozent). Dabei würden die Deutschen den Kauf einer bestehenden Immobilie (47 Prozent) einem Neubauprojekt (38 Prozent) vorziehen. Nur vier Prozent würden sich für ein Reihenhaus entscheiden, die Doppelhaushälfte ist mit nur drei Prozent der Nennungen die unbeliebteste Wohnform. Rund um das beliebteste Wohnobjekt, das freistehende Einfamilienhaus, wünschen sich 93 Prozent der Deutschen eine gute Infrastruktur. Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Grünanlagen in der unmittelbaren Umgebung sind sehr begehrt. Beim Eigenheim zeigen sich die Deutschen übrigens sehr umweltbewusst: Für etwa drei Viertel spielt das Thema Energiesparen eine sehr wichtige bis äußerst wichtige Rolle.
Viel Platz draußen und drinnen sollte das Wunschhaus haben. Terrasse und Garten stehen mit 96 Prozent bzw. 86 Prozent ganz oben auf der Wunschliste. Jeder Vierte träumt von mindestens vier Zimmern, ebenfalls ein Viertel sogar von sechs Zimmern oder mehr. Bei der Ausstattung mögen es die Deutschen eher pragmatisch als luxuriös. So ist die Parkmöglichkeit für 86 Prozent ein Muss. Ein offener Kamin (73 Prozent) und der Wintergarten (62 Prozent) sollen für Gemütlichkeit im Haus sorgen. Auch der begehbare Kleiderschrank ist mit 55 Prozent begehrt, vor allem bei den Damen (63 Prozent). Wellness-Einrichtungen wie Schwimmbad, Sauna oder Fitnessraum sind dagegen vergleichsweise uninteressant.
Der Großteil der Deutschen würde sich das Wunschhaus etwas kosten lassen. Deutliche Unterschiede gibt es hier zwischen Eigentümern und Mietern. Während die Mieter im Durchschnitt 411.000 Euro für ihre Wunschimmobilie veranschlagen, sind die erfahreneren Eigentümer mit durchschnittlich 361.000 Euro etwas zurückhaltender.
Quelle: Commerzbank
Zum Weiterlesen: Einen Artikel zur aktuellen Entwicklung des deutschen Wohnimmobilienmarktes gibt es in der Septemberausgabe von BANKMAGAZIN. Ein kostenloses Probe-Abo können Sie bestellen.
Autor(en): Bankmagazin
» Transaction Banking bringt gutes Geschäft
Eine Studie der Managementberatung Bain & Company "Margenstark, risikoarm und kundennah: Die Renaissance des Transaction Bankings" gibt Aufschluss über jüngste Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen, wie die wachsende Konkurrenz durch Nicht-Banken oder den steigenden Investitionsdruck in neue IT-Systeme.
» mehr...
» Deutsche Bank: "Auch unter schwierigen Bedingungen gute Ergebnisse"
Anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank AG sagte Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank: "Die Deutsche Bank hat erneut bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen ansehnliche Ergebnisse erzielen kann. Unsere ´klassischen` Geschäftsfelder haben 2011 mit Rekordergebnissen marktbedingte Schwächen im Investmentbanking ausgeglichen."
» mehr...