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Banker-Boni in Deutschland am niedrigsten

18.03.2011 - Eine Studie von eFinancialCareers zeigt, – in der 1.802 Finanzfachleute in den USA, Großbritannien und Deutschland befragt wurden – dass das allgemeine Bonus-Niveau in Deutschland, trotz einiger signifikanter Erhöhungen, im Vergleich zu den anderen befragten Finanzzentren am niedrigsten ist.

Von den 318 aus dem deutschsprachigen Raum kommenden Finanzexperten gaben 45 Prozent an, dass ihnen die Höhe ihres 2010 Bonus deklariert wurde. Darunter bekamen die meisten der Befragten (58 Prozent), die in den letzten beiden Jahren Anspruch auf einen Bonus hatten, einen größeren Bonus als im Vorjahr. Im Durchschnitt betrug die Erhöhung 19 Prozent.

Diese Ergebnisse kommen allerdings in einem Jahr zum Vorschein, in dem bereits viele Banker (44 Prozent) eine Steigerung ihres Grundgehaltes erhalten haben – nur eine Handvoll musste Gehaltskürzungen einstecken.

Für jene Banker, die in diesem Jahr von einem Bonusanstieg profitierten, war der Zuwachs nicht gerade unbedeutend (bis zu 48 Prozent Anstieg). Und das alles trägt sich in einem Jahr zu, bei dem Front-Office Mitarbeiter bereits im Durchschnitt 11 Prozent höhere Grundgehälter erhalten.

Wenn man jedoch die absoluten Zahlen unter die Lupe nimmt, sehen die Boni der deutschen Finanzexperten gegenüber denen der Kollegen in Großbritannien bescheiden aus. In London wurde beispielsweise den Front Office Mitarbeitern – die einen höheren Boni erhielten – durchschnittlich £ 84.409 (99.520 €) ausbezahlt. Dies ergab die eFinancialCareers Umfrage in Großbritannien. In Deutschland waren es lediglich 34.117 Euro.

Genauso sieht es bei der Höhe der Boni aus, wenn man sie im Verhältnis zur Gesamtvergütung betrachtet: Bei den deutschsprachigen Top-Leistungsträgern, die in diesem Jahr einen höheren Bonus erhielten, macht der Bonusanteil nur 23 Prozent von der Gesamtvergütung aus. In den USA und in Großbritannien liegt die Vergleichsgröße bei jeweils 28 und 32 Prozent.

Trotzdem scheinen die meisten Banker im deutschsprachigen Raum keine höheren Erwartungen an ihren Bonus gestellt zu haben. So gab die Mehrheit (59 Prozent) an, dass die Bonusvergütung ihren Erwartungen entsprach. Nur ein Viertel der Befragten (26 Prozent) hatte das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein. Nicht weit davon entfernt gaben 21 Prozent an, mit ihrem Gehalt in 2010 unzufrieden zu sein.

Unter den befragten deutschen Finanzexperten, die ihren Bonus bestätigt bekamen, gaben 40 Prozent an, einen Arbeitgeberwechsel in 2011 zu planen.

Bildquelle: © Claudia Hautumm www.pixelio.de

Autor(en): Bankmagazin
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