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Großer Optimismus bei Verbrauchern: Besonders Frauen in Kauflaune

23.03.2011 - Das Konsumklima in Deutschland war in den letzten fünf Jahren noch nie so gut wie jetzt. Der CreditPlus-Verbraucherindex erreichte erstmalig einen Wert von 103. Besonders Frauen sind in Kauflaune: 62,4 Prozent haben Lust, Geld auszugeben. Aber auch bei den Männern sind es deutlich mehr als die Hälfte (55,1 Prozent). Gefragt sind vor allem Möbel, gefolgt von Reisen, Elektrogeräten, Autos und Motorrädern. Das belegt eine aktuelle IPSOS-Umfrage im Auftrag der CreditPlus Bank.

Deutschlands Konsumenten sind in bester Stimmung. 71,3 Prozent, also die überwiegende Mehrheit, blickt optimistisch auf die Entwicklung des eigenen Lebensstandards in den nächsten Monaten. Die Bereitschaft, Geld für Möbel, Reisen, Autos und Motorräder auszugeben ist auf dem höchsten Niveau seit 2006.

Optimismus bei Jungendlichen im Westen
Besonders optimistisch blicken Jüngere (bis 34 Jahre) in die Zukunft: 82,2 Prozent beurteilen die Entwicklung ihres eigenen Lebensstandards in den nächsten drei Monaten sehr optimistisch oder recht optimistisch. Bei den über 55-Jährigen sind es nur 58,9 Prozent. Unterschiede zeigt auch der Vergleich zwischen den Deutschen im Westen und im Osten der Republik: Während im Westen 73,0 Prozent die eigene finanzielle Situation optimistisch bewerten, sind es im Osten 64,6 Prozent. Im Herbst 2010 lag das Verhältnis noch bei 71,3 zu 67,4 Prozent.

Notgroschen für Zusatzausgaben
Nicht immer sind Investitionen planbar: Mal streikt die Waschmaschine, mal ist es eine plötzliche Autoreparatur, die unvorhergesehene Kosten verursacht. Wenn derartige Zusatzausgaben anstehen, haben 29,6 Prozent der Deutschen maximal 625 Euro zur Hand. 35,4 Prozent besitzen zwischen 625 und 2.499 Euro. Immerhin 25,6 Prozent haben mehr als 2.500 Euro für ungeplante Ausgaben.

Frauen mit kleinerem Finanzpolster
Männer haben deutlich mehr Geld für wichtige, kurzfristige Investitionen zur Verfügung als Frauen. Das zeigt der geschlechterspezifische Vergleich: Der Anteil der männlichen Befragten, die über 2.500 Euro zur Verfügung haben, liegt bei 31,6 Prozent, bei den weiblichen Befragten hingegen nur bei 19,8 Prozent. Entsprechend verfügen Frauen (mit 35,4 Prozent) häufiger als Männer (mit 23,5 Prozent) nur über ein geringes Anschaffungspotenzial von unter 625 Euro.

Jüngere schätzen Finanzierungen
Von den Befragten mit Kaufabsichten können sich 16,9 Prozent vorstellen, eine Finanzierung in Anspruch zu nehmen. Bei den über 55-Jährigen liegt der Anteil derer, die beim Erwerb eines Produktes eine Finanzierung in Erwägung ziehen, bei lediglich 7,1 Prozent. Hingegen würden 35,7 Prozent aus der jüngeren Altersgruppe (14- bis 34 Jahre) finanzieren.

Männer finanzierungsfreudiger
Männer sind eindeutig offener gegenüber Finanzierungen eingestellt. 17,9 Prozent würden sie beim Kauf eines Produktes nutzen. Dagegen erwägen nur 14,1 Prozent der weiblichen Bevölkerung eine Finanzierung beim Einkauf.

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger www.pixelio.de

Autor(en): FinanzBusiness
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