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Finanzsektor: Stärkung der Klimakompetenz

05.12.2011 - Banken, Sparkassen, Beteiligungsgesellschaften und Versicherer des "Finanz-Forum: Klimawandel" kündigen an, ihre eigene Klimakompetenz zu stärken. Sie wollen gemeinsam mit der Politik und weiteren Partnern einen Beitrag dazu leisten, Innovationen auf den Weg zu bringen und zugleich Maßnahmen für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel begleiten. Dazu bedürfe es aber auch langfristiger Planungssicherheit. Dies sind Kernbotschaften eines aktuellen Memorandums zu Klimaschutz und Klimawandel.

Banken, Sparkassen, Beteiligungsgesellschaften und Versicherer sehen eine wesentliche Aufgabe darin, ihre eigene Klimakompetenz zu stärken, um ihre Kunden als Partner zu begleiten. Die Finanzdienstleister unterstützen demnach ihre Kunden bei der Finanzierung und Versicherung von innovativen Lösungen für Klimaschutz, bei der Steigerung der Energieeffizienz und beim Ausbau erneuerbarer Energien. Sie begleiten sie außerdem bei der Anpassung an den Klimawandel durch Finanzierungs- und Versicherungslösungen.

Klimaschutz möglichst effizient gestalten
Das "Finanz-Forum: Klimawandel" sieht es als wesentliche Aufgabe von Politik, privater Wirtschaft und Forschung an, ambitionierten Klimaschutz möglichst effizient zu gestalten und die Kosten der notwendigen Anpassung an die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering zu halten. Die Unterzeichner des Memorandums (Altira AG, Axa Versicherung AG, BayernLB, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V., Commerzbank AG, Deutsche Postbank AG, Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Munich Re und UniCredit Bank AG (HypoVereinsbank)) sehen den Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft als zentrale wirtschaftliche Herausforderung an und die Folgen des Klimawandels neben der Finanzkrise als größtes ökonomisches Risiko der Zukunft.

Verbesserung der Planungssicherheit für Investitionen
Es sei erforderlich, die Planungssicherheit für Investitionen in eine CO2-arme Wirtschaft weiter zu verbessern. Die Unterzeichner des Memorandums ermutigen die Bundesregierung daher, am Ziel festzuhalten, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen und die erforderlichen Schritte konsequent zu verfolgen. Das Ziel eines internationalen Regelwerkes zur verbindlichen Reduktion von CO2-Emissionen sei dafür von zentraler Bedeutung. Bei der Konzeption des internationalen Klimafonds "Green Climate Fund" sei darauf zu dringen, dass der Fonds möglichst hohe private Investitionen in eine CO2-arme Wirtschaft in Schwellen -und Entwicklungsländern anstößt. Entscheidend sei zudem, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass ein hohes Maß an innovativer Wertschöpfung in der Industrie und im Dienstleistungssektor in Deutschland und Europa gesichert werde. Für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sowie die Energie- und Planungs-sicherheit sei daher auch ein langfristiges - nicht nur nationales, sondern auch europäisches - Energiekonzept für eine CO2-arme Wirtschaft voranzutreiben.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Bildquelle: © S. Hofschlaeger / Pixelio.de /www.pixelio.de

Autor(en): Bankmagazin
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