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Studie: Bis 2030 sinkt die Zahl der Bankprodukte und Anleger

21.12.2011 - In den kommenden 20 Jahren wird sich der Vertrieb von Bankprodukten durch eine Verschiebung der Kundenstrukturen grundlegend ändern. Bundesweit sinkt die Zahl der Anleger. Dabei verzeichnen die Sparverträge den größten Aderlass. Hier werden rund zwei Millionen Kunden weniger zu betreuen sein. Für den Bankvertrieb entsteht daraus die Herausforderung, die Vertriebsstrategien neu aufzustellen. Das geht aus einer aktuellen Marktstudie vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung hervor.

Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen verzeichnen die Prognosen für das Geschäft mit Sparverträgen im Jahre 2030 den größten Verlust bei der heute stärksten Kundengruppe im Alter zwischen 40 und 49 Jahre. In diesem Segment verringert sich die Zahl der Anleger insgesamt um rund zwei Millionen Kunden auf dann noch 3,4 Millionen. Die Zahl der Abschlussinteressierten sinkt von heute 1,2 Millionen auf nur noch 900.000.

Gleichzeitig steigt im Zuge der demografischen Entwicklung bis 2030 die Bedeutung der Kunden über 60 Jahre. Die Zahl der Anleger für Sparverträge steigt in diesem Kundensegment von heute drei Millionen auf 4,2 Millionen an. Die Gruppe der Anschlussinteressierten vergrößert sich im selben Zeitraum von rund 600.000 auf 860.000.

Bei der Anlage in Aktien fällt der Rückgang dagegen moderater aus. Die Zahl der Anleger insgesamt sinkt in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich um 160.000 und die Zahl der an einem Abschluss interessierten Kunden geht um 220.000 zurück. Auch hier findet eine Verschiebung in die Altersgruppe 60+ statt. Die Zahl der Anleger steigt in diesem Kundensegment bis 2030 von derzeit 250.000 auf 340.000.

Quelle: Faktenkontor
Bildquelle: © Rainer Sturm / PIXELIO, www.pixelio.de

Autor(en): Bankmagazin
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