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M&A: Wertzuwachs in schwierigem Marktumfeld

22.12.2011 - Mergers & Acquisitions (M&A) haben auch 2011 für Käuferunternehmen weltweit zur Wertsteigerung beigetragen. Die Steigerungen der Unternehmenszukäufe übertrafen den Global MSCI Index um durchschnittlich 2,9 Prozent. Europa lag um 4,8 Prozent über dem regionalen Index und damit hinter dem Wertzuwachs des asiatisch-pazifischen Raums (6,7 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt der Quarterly Deal Performance Monitor von Towers Watson und der Cass Business School.

Es zeigt sich ein deutlicher Unterschied in der Zeit der Transaktionsabwicklung: Europäische M&As liegen mit 89 Tagen vor dem asiatisch-pazifischen Raum (108 Tage) und hinter Nordamerika (57 Tage). Im letzten Quartal 2011 waren die M&A-Aktivitäten zurückgegangen. "2011 war für Mergers & Acquisitions ein gutes Jahr", kommentiert Helmuth Uder, M&A-Experte von Towers Watson München, die Situation. "Gerade angesichts herausfordernder Rahmenbedingungen und ungewisser Geschäftsaussichten zeigt sich, dass Käufer, die einen Deal sorgfältig vorbereiten und zügig abschließen, ihren Unternehmenswert deutlich steigern können."

Europa mit Wertzuwachs um 4,8 Prozentpunkte vor regionalem Index

M&A übertrafen den Global MSCI Index um durchschnittlich 2,9 Prozent. Dabei hatten im Gesamtjahresdurchschnitt Unternehmen aus der Region Asien/Pazifik mit 6,7 Prozent Wertsteigerung oberhalb des regionalen Index die Nase vorn. Europa folgte mit 4,8 Prozent Vorsprung im Vergleich mit dem regionalen Index. Die US-amerikanischen Käufer übertrafen den North American Regional Index "nur" um 1,4 Prozent.

Betrachtet man die gesamten Studienerhebungen seit 2008, zeigt sich ein deutlicher Unterschied in der Dauer, die die Unternehmen von der Ankündigung bis zu Abschluss des Deals benötigen. Europa liegt hier mit 89 Tagen im Mittelfeld. Am schnellsten agieren nordamerikanische Unternehmen (57 Tage), am längsten brauchen Käufer in der Region Asien/Pazifik (108 Tage). "Die unterschiedlich langen Abschlussdauern gehen wahrscheinlich auf mehrere Gründe zurück", so M&A-Experte Uder. Er betont, dass unterschiedliche Governance-Ansätze und Erfahrungslevels mit M&As, aber auch Ressourcenengpässe hier eine Rolle spielen. Auch die Herangehensweise in anderen Kulturkreisen erklärt die Unterschiede.

"M&A-Aktivitäten sind in der Regel davon geprägt, dass insbesondere zwischen Ankündigung und Abschluss in einer Phase mit vielen Unklarheiten gearbeitet werden muss", so Uder. Die M&A-Experten von Towers Watson empfehlen, dabei auf folgende fünf Prioritäten zu achten:
1. Die wichtigsten Führungskräfte und Top-Talente des Unternehmens frühzeitig einbinden, damit sie nicht im Verlauf der M&A-Aktivitäten aus Verärgerung oder Unsicherheit über ihre Perspektiven das Unternehmen verlassen.
2. Die langfristigen finanziellen Verpflichtungen bestehender HR-Programme, wie Pensionspläne, langfristige Vergütungskomponenten oder Verkaufsboni schnell erfassen und bewerten, da sie den Verlauf der Verhandlungen und den Kaufpreis wesentlich beeinflussen können.
3. Die Integration frühzeitig unter Einbeziehungen der Erkenntnisse aus der Due Diligence planen. Erst in der Post-Merger-Integration wird der Wert des Deals realisiert (oder verloren).
4. Den Integrationsplan mit Blick auf die Ziele der Transaktion zügig umsetzen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass nicht nur Systeme und Prozesse, sondern auch alle Mitarbeitergruppen integriert werden müssen.
5. Experten mit M&A-Erfahrung sowie die HR-Abteilung hinzuziehen, damit deren Erfahrungen für den Erfolg des Deals genutzt bzw. relevante HR-Aspekte rechtzeitig und angemessen berücksichtigt werden können.

Quelle: Towers Watson
Bildquelle:© Momosu / PIXELIO, http://www.pixelio.de/

Autor(en): FinanzBusiness
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