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Freizeit: Sonderausstellung „Stand der Dinge“ im Deutschen Filmmuseum

17.01.2012 - Ulrich Tukur, Armin-Müller-Stahl, Hannelore Elsner und Mario Adorf. Bei der Aufzählung der Namen handelt es sich nicht um die Schauspieler in einem neuen deutschen Filmprojekt, sondern um die Ausstellung „Stand der Dinge“ des Fotografen Jim Rakete.

Für die Ausstellung mit Farbfotos hat Rakete, der zu Beginn seiner Karriere mit Porträts aus der Musikszene von Jimi Hendrix bis David Bowie auf sich aufmerksam machte, 100 Porträtfotos der deutschen Schauspielszene mit Schauspielern und anderen Beteiligten in dem Zeitraum von 2009 bis 2011 zusammengestellt und wollte damit die Vielfalt der deutschen Filmlandschaft zum Ausdruck bringen. Das besondere an den Portraits sind zum einen die Posen der Porträtierten, die dem Betrachter bei manchen Schauspielern wie Moritz Bleibtreu sehr vertraut vorkommen und an seine Rolle in „Knocking on Heaven’s Door“ erinnern, bei anderen eine andere Facette der Person zeigen, etwa einen nachdenklichen Christoph Waltz.

Lebendige Porträts durch Wahl der Requisiten
Der persönliche und lebendige Ausdruck der Bilder wird noch dadurch verstärkt, dass sich die Künstler für eine Requisite entscheiden konnten, die sie an einen bestimmten Film erinnern und mit der sie abgelichtet wurden. So hat sich der deutsche Regisseur Detlev Buck beispielsweise für eine Kalaschnikow entschieden. Diese erinnere ihn an Filme der Coen-Brüder. Er wollte immer Filme wie seine beiden Vorbilder machen, so Buck.

Neben den Porträts sind auch manche der ausgewählten Filmrequisiten ausgestellt, wie die Uhr aus dem Film „Lola rennt“ oder die Lenin-Büste aus „Goodbye Lenin!“, die laut Wolfgang Becker, einem der beteiligten Schauspieler, für einen Run auf diese Skulpturen nach dem Film gesorgt hat. Den Name der Ausstellung „Stand der Dinge“ hat Rakete von einem nahezu gleichbetitelten Film Wim Wenders übernommen.

Die Sonderausstellung „Stand der Dinge“ im renovierten Deutschen Filmmuseum Frankfurt läuft noch bis zum 5. Februar 2012.

Quelle: Deutsches Filminstitut / Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main
Fotoquelle (Bild von Wim Wenders): © Jim Rakete, Deutsches Filminstitut


Autor(en): Barbara Bocks
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