IFRS 9 - Komplexität beherrschen mit Interimsmanagern
11.05.2011 -
"Reducing Complexity in Reporting Financial Instruments" - So lautet die Überschrift eines Diskussionspapieres, das im September 2008 den Startschuss für die Entwicklung des neuen Rechnungslegungsstandards für Finanzinstrumente IFRS 9 gegeben hat. Nach drei Jahren umfangreicher Entwicklungsarbeit gilt es nun, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Doch wie komplex kann die Reduktion von Komplexität schon sein?
Die Antwort muss lauten: beträchtlich. Denn die Ablösung des alten Standards IAS 39 ist verbunden mit weitreichenden Änderungen der Bilanzierungspolitik und der internen Prozessabläufe. Das hat unter anderem Auswirkungen auf Buchhaltung, Reporting sowie Risikomanagement und stellt damit auch veränderte Anforderungen an das Data-Warehousing der Banken. Nicht wenige Experten sprechen deshalb von einer Zäsur in der Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Doch was ist, wenn das notwendige Know-how im Unternehmen schlicht nicht vorhanden oder an anderer Stelle gebunden ist?
Experten auf Zeit
Eine Lösung sind Interim Professionals. Diese übernehmen zeitlich befristet oder bis zum Abschluss eines definierten Projektes operative Führungsaufgaben im Unternehmen. Als gestandene Managementpersönlichkeiten verfügen sie über eine Vita, die sie als Ad-hoc-Problemlöser prädestiniert. Vielfältige internationale Erfahrungen in unterschiedlichen Positionen und Geschäftsbereichen, ergänzt um eine besondere Organisations- und Umsetzungskompetenz zeichnen den typischen Interim Professional aus. Abgerundet wird das Ganze von hoher Flexibilität und der Fähigkeit, schnell Ergebnisse zu erzielen. Diese Experten auf Zeit geben Banken die Möglichkeit, schnell und schlagkräftig auf neue Herausforderungen wie die Einführung von IFRS 9 zu reagieren.
Entscheiden sich Unternehmen, temporär fachliches Know-how von außen hinzuzuziehen, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Consultingunternehmen für Interim- und Projektmanagement. Neben der Vermittlung von freiberuflich tätigen Interim Professionals sichern sie die Qualität des Einsatzes. Dazu analysieren zum Beispiel bei Resources Teams aus erfahrenen Spezialisten die Projektanforderungen des Kundenunternehmens und erstellen ganzheitliche Lösungskonzepte. Auf dieser Basis erfolgt dann die Auswahl der Interim Professionals. Die Client Service Teams begleiten ferner die Umsetzung vor Ort durch das Controlling des Projektverlaufs und gewährleisten eine optimale Kommunikation zwischen den beteiligten Fachbereichen.
Die flache Hierarchie und die durchschnittlich 20-jährige Erfahrung der Mitarbeiter haben klare Vorteile: Während Unternehmensberatungen theoretische Lösungen von außen in die Unternehmen tragen, interne Stellenbesetzungen meist langfristig binden und Kosten für die komplexe Einarbeitung verursachen, bieten Beratungsfirmen für Interim- und Projektmanagement schnelle, rein praxisbezogene Lösungen.
Daniela Zimmer ist Managing Director Deutschland und Schweiz bei Resources Global Professionals.
Autor(en): Daniela Zimmer